© Jörg Landsberg
Josef Zschornack (er/ihn ) ist seit der Spielzeit 2022/23 Referent des Intendanten und Projektleiter am Theater Bremen. Bei der Ruhrtriennale und den KunstFestSpielen Herrenhausen war er als Produktionsleiter engagiert. Sein Debüt als Regisseur hatte er mit »Die Tiefe« von Jon Atli Jonasson am Theater Oberhausen. Im Musiktheater debütierte er mit Rossinis »L’Italiana in Algeri« am Theater Bremen. Als Projektleiter verantwortet er in Bremen die neue Spielstätte und die spartenübergreifende Veranstaltungsreihe »Common Ground«.
© Alp Ilyas Klanten
Crispin Lord (er/ihn) absolvierte Studien in den Fächern Musik (Durham University) und Tanz (HZT Berlin) und arbeitet europaweit als Musiktheater-Regisseur, Choreograf und Performer. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Berliner Musiktheater-Kollektivs »Slung Jugs« und verantwortete eigene Regieprojekte an den Berliner Uferstudios und dem Barbican Pit Theater in London. Crispin ist regelmäßiger Spielleiter an der English National Opera; Regieassistenzen und szenische Einrichtungen führten ihn darüber hinaus an die Komische Oper Berlin, die Bregenzer Festspiele, das Berliner Festival »Schall und Rausch« und das Grange Festival in Hampshire. Crispin erhielt das stART.up-Stipendium der Claussen-Simon-Stiftung (2025–26) und ein Mentorship der Genesis Foundation (2025–26). Neben seiner Bühnenarbeit fungiert er als stellvertretender Vorsitzender der BGNM (Berliner Gesellschaft für Neue Musik).
Antina Christ (they/sie) ist Maskenbildner:in in den Bereichen Musikvideo, Fashion, Film, Musical, Editorial-Shootings und verfügt über herausragende Expertise in Drag (Travestie) Hair & Make-up. Sie arbeitete u. a. für Katja Zamolodchikova (vom New York Magazine als eine der 20 einflussreichsten Dragqueens der USA ausgezeichnet) und gestaltet regelmäßig Looks für renommierte queere Magazine wie KALTBLUT, L-MAG und Siegessäule. Im Theaterbereich war sie an Produktionen des HAU (Hebbel am Ufer) Berlin beteiligt. Neben ihrer Arbeit hinter der Bühne ist Antina selbst als Drag Queen aktiv und kuratiert außerdem als Drag Host ihre eigene Berliner Show »Antina’s Spook House«, bei der regelmäßig internationale Drag Queens* und Kings* auftreten.
© Moritz Richter
Lina Mayer (sie/ihre) ist Kostüm- und Bühnenbildnerin in den Bereichen Theater, Film und Performance und verantwortet darüber hinaus eigene Ausstellungsprojekte. Bei ihren Kostümen beschäftigt sich Lina oft mit Fragen von Gender(normen) und entwickelt gestalterische Strategien, um stereotype Darstellungen zu irritieren und neue Perspektiven auf Identität zu eröffnen. Ihre Arbeit führte Lina an Bühnen wie das Schauspiel Hannover, das Theater Zittau, das Theatre Fraschini (Pavia) und an Berliner Bühnen wie das Deutsche Theater, das Maxim Gorki und das Theater an der Parkaue. 2019 wurde ihre Arbeit »Penthesilea – love is to die« (E-Werk Freiburg/ Theaterdiscounter Berlin) mit dem Newcomerpreis des Performing Arts Festival Berlin ausgezeichnet.
© privat
Sam Zamrik (sie/they) ist Autor:in, Übersetzer:in, Forscher:in und politische Bildner:in. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Schnittstellen zwischen Exil, Trauma und Queerness in Bezug auf materielle und soziale Bedingungen. Als Mitbegründer:in der Underground-Musikszene »New Wave of Syrian Metal« leitete Zamrik mehrere Musikprojekte und schrieb Songtexte. Außerdem schrieb und koproduzierte sie 2018 den Dokumentarfilm »Syrian Metal Is War«. Ihre Gedichte und Artikel erschienen u. a. in der taz, im Tagesspiegel, dem Rolling Stone Middle East, in VICE und Legacy Magazine DE. Ihr zweisprachiger Gedichtband »Ich bin nicht« wurde 2022 bei Hanser veröffentlicht und von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrik-Empfehlungen aufgenommen.
© Vero Bielinski
Zero Pilnik (they/them) stammt aus São Paulo und ist Schauspieler:in, Drehbuchautor:in und Drag King. Zeros Karriere umfasst neben Rollen in Fernseh- und Filmproduktionen auch verschiedene Arbeiten (von Solo-Show über Sprechtheater bis zu Musical) als Performer:in und Autor:in an Theatern wie dem Ballhaus Ost, der Volksbühne Berlin und dem Maxim Gorki Theater. Zero ist Absolvent:in des California Institute of the Arts und erhielt Stipendien des Berliner Senats, der Akademie der Künste und des LABA Berlin sowie den Tim Disney Prize 2017. Für die Pilotfolge von »BRUTES«, einer dystopisch-queeren Westernserie wurde Zero außerdem auf der Seriencamp Conference 2023 für den »Pretty Original Award« nominiert.
www.pilnik.net
© Neda Navaee
Binha Haase (dey/deren) arbeitet als Videokünstler:in, Filmemacher:in (Buch, Regie, Montage) und Musiker:in. Mit einem Schwerpunkt auf Videoinstallation und interdisziplinäre Projekte an der Schnittstelle von Video und Musikperformance erforscht Binha queerfeministische Themen und Fragestellungen im Zusammenhang mit sozialen Rollen und deren (Macht-)Dynamiken. Binhas Arbeiten spielen häufig in einer theatralen Architektur und verknüpfen dabei Fragen nach Gender(rollen) und Dekolonialität mit tradierten kulturgeschichtlichen Aufführungspraktiken. Als ausgebildete Musiker:in spielen für Binha Klang, Musikkompositionen und die menschliche Stimme eine entscheidende Rolle, sowohl als Ausdrucksmittel als auch in einem soziopolitischen Kontext. Binhas Arbeiten wurden u. a. gezeigt im Kunstmuseum Luzern, auf dem Lucerne Festival, im Melina Mercouri Kulturzentrum Athen, bei Sonic Matters Zürich, in der Oper Halle, beim Paradoks – Festival for Video Art, bei den Vienna Shorts und beim European Media Art Festival Osnabrück.
© TamonYashima
Adrian Laugsch (er/ihn) schreibt Musik für Konzert, Bühne und Film. Ausgehend von der musikalisch-klanglichen Auseinandersetzung mit historisch, (auto)-biografisch oder nostalgisch aufgeladenem Material, ist Adrians kompositorische Arbeit maßgeblich vom Interesse an der inhaltlichen und formalen Erweiterung des Klanges durch theatrale, interdisziplinäre und multimediale Strategien geprägt. Damit einhergehend liegt ein inhaltlicher Fokus auf queeren, hybriden, nicht-normativen und grenzüberschreitenden (Klang)-Identitäten. Seine Musik wird von renommierten Orchestern und Ensembles aufgeführt (u. a. Ensemble Musikfabrik, JACK Quartet, MDR Sinfonieorchester) und wurde mit mehreren nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet (Stipendium der Wilfried-Steinbrenner-Stiftung, 1. Preis Kompositionswettbewerb Osnabrück, 2. Preis Internationaler Gustav-Mahler-Wettbewerb Klagenfurt, Stipendium der Akademie Musiktheater heute).